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Allgemein

Was treibt Pep Guardiola da bloß?

Das fragen sich viele Anhänger des FC Bayern dieser Tage. Philipp Lahm im Mittelfeld, als ob der Rekordmeister nicht schon genug Akteure auf diesen Positionen hätte. Oder Guardiolas Variante mit nur einem Defensiven vor der Abwehr. Dabei haben die Münchner auch hier eigentlich mit Bastian Schweinsteiger und Javi Martinez die perfekte Besetzung gefunden, wie die vergangene Saison gezeigt hat. Auch der Verkauf von Toptorjäger Mario Gomez hat bei den Fans für Murren gesorgt.

Momentan läuft noch die Vorbereitung für die Bundesliga und die Trainer nutzen diesen Umstand, um einiges einzustudieren und auszuprobieren. Pep Guardiola ist dabei ganz vorn dran. Eine feste Stammformation hat man beim FCB bisher noch nicht gesehen. Zudem setzt der spanische Erfolgscoach Spieler teilweise auf Positionen ein, die ihnen eigentlich gar nicht liegen. Wie die Verteidiger Dante und Lahm im Mittelfeld. Da stellt sich die Frage von selbst, was das soll?

Unter dem Ex-Trainer Jupp Heynckes lief es bei den Isar-Kickern. Warum also groß umstellen? Dazu muss man sagen, dass Bayern den ehemaligen Barca-Coach nicht geholt hat, um Heynckes zu kopieren. Vielmehr soll Guardiola die Mannschaft weiter verbessern. Ein Punkt dabei ist die Flexibilität. Während Don Jupp meist mit der selben Formation erfolgreich auflaufen ließ, versucht Pep offenbar den Spielern auch ein grundlegendes Verständnis für ungewohnte Positionen zu vermitteln, um sich eine Bandbreite an Aufstellungsmöglichkeiten offen zu halten. Dadurch wird der FCB in der Summe unberechenbarer. Das System mit zwei Sechsern hat das Team schon verinnerlicht. Also warum nicht auch andere Formationen einstudieren, um vor allem bei tief stehenden Gegnern in der Offensive mehr ausrichten zu können und gegen starke Kontrahenten mit dem gewohnten schnellen Umschaltspiel zu punkten?

Dass Philipp Lahm zuletzt als Mittelfeldspieler eingesetzt wurde, trainiert indirekt auch seine Offensivqualitäten. Auch Dante ist im Spielaufbau schon letzte Saison ein wichtiger Faktor gewesen. So könnte er als verkappter Mittelfeldspieler bei Angriffen von hinten weiter Druck ausüben. Das System mit einem Sechser kann gegen defensiv eingestellte Gegner im offensiven Bereich für ein klares Übergewicht sorgen. Auch Mario Mandzukic wurde teilweise im Mittelfeld eingesetzt. Der Stürmer hat schon letzte Saison gut gegen den Ball gearbeitet. Auch bei ihm will Guardiola offenbar die Flexibilität fördern, um seine Defensivarbeit zu verbessern.

Das alles zielt trotz der Verwirrung, die Peps Änderungen in der Öffentlichkeit hervorrufen, auf ein klares Schema ab. Im Grunde trainiert der Spanier das was er auch angekündigt hat. Es gibt keine eindeutigen Stürmer und Abwehrspieler mehr. Die ganze Mannschaft greift kompakt an und verteidigt. Das ist natürlich ein sehr laufintensives Spiel, warum Guardiola auch einen enorm breiten Kader braucht, um in allen Wettbewerben fitte Spiele auf den Platz schicken zu können. Rotation wird bei den Bayern auch die kommende Saison die Devise sein. Wahrscheinlich sogar noch mehr als unter Jupp Heynckes. Die Qualität hierzu ist da. Und unter diesem Gesichtspunkt macht die Verpflichtung von Thiago Alcantara, obwohl im Mittelfeld bereits genügend Topspieler vorhanden sind, auch Sinn. Der 22-Jährige ist ein Wunschspieler, den Guardiola braucht. Eben genau, weil er auf so ziemlich allen Positionen einsetzbar ist und seinen Vorstellungen eines modernen Fußballprofis entspricht. Damit ist auch der Abgang von Toptorjäger Mario Gomez verständlich, da der deutsche Nationalspieler absolut der Philosophie der Flexibilität Guardiolas entgegen steht.

Dass die Bayern in der Bundesliga der absolute Topfavorit auf den Titel sind, wundert nicht. Wie es mit den Chancen in der Königsklasse bestellt ist, kann man an den Champions League Quoten auf der Homepage von bet365 nachvollziehen. Weitere Informationen zu Fußball Wetten finden Sie hier.

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